Wenn wir unser Leben freier und leichter gestalten möchten, dürfen wir uns über die Zusammenhänge von Gedanken, Gefühlen und Handlungen und deren Auswirkungen bewusst werden. Hier biete ich Ihnen mein Verständnis davon an...

Gedanken
sind Überzeugungen, Glaubenssätze, Urteile, Prägungen aus unserer Kindheit, übernommene Werte aus unserem sozialen Umfeld, Angelesenes, Gehörtes oder Gelerntes oder ganz willkürliches "Geplapper" unseres Verstandes.
Die meisten Gedanken sind einfach da, sie kommen und gehen rasend schnell, sind oft kaum zu fassen und uns nicht mal richtig bewusst. Tausende Gedanken schwirren täglich durch unsere Köpfe. Sie lösen unsere Gefühle aus und bestimmen unsere Entscheidungen und Handlungen. Das grösste Problem sind nicht die Gedanken an und für sich sondern dass wir sie kaum je überprüfen und hinterfragen. Meistens glauben wir ihnen blind, denken sie sind wahr, wiederholen sie ständig und verteidigen sie gegenüber anderen, obwohl wir sie uns nicht mal selber ausgesucht haben.
Wenn es in unserem Leben irgendwo klemmt, sei es in Partnerschaft, Beruf, Freundschaften, der Beziehung zu Geld, unserem eigenen Selbstwert und so weiter, stehen am Anfang IMMER unsere Gedanken und Überzeugung zum jeweiligen Thema. Wenn wir etwas verändern wollen in einem Lebensbereich, müssen wir uns die Gedanken anschauen, die dort zugrunde liegen und bereit sein, sie über Bord zu werfen, wenn sie nicht zum gewünschten Resultat führen.
Gefühle
Angst, Wut, Trauer, Schuld, Scham, Neid, Ekel, Agression, Einsamkeit, Passivität, Resignation, Melancholie, Ungeduld, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Verbitterung und so weiter sind unangenehme Zeitgenossen und wir verdrängen sie gerne und oft. Wir wollen sie nicht haben, wissen nicht mit ihnen umzugehen. Wir haben es  nicht gelernt, weil sie in unserer Gesellschaft und Kultur keine Wertschätzung erfahren. Die Menschen tun alles mögliche um sich von ihren unangenehmen Gefühlen abzulenken. Übermässige Arbeit, Extremer Sport, Medikamente, Alkohol, Fernsehen, Essen, Sexsucht, Smartphones usw. müssen zur Ablenkung herhalten.
Wenn wir unser Herz für diese Gefühle verschliessen, bleiben leider auch die als positiv empfundenen Gefühle irgendwann aus. Freude, Leichtigkeit, Dankbarkeit, Zugehörigkeit, Verbundenheit, Mitgefühl, Geduld, Gelassenheit und Liebe können ebenfalls nicht mehr richtig gefühlt werden. Das Resultat ist innere Leere, Unzufriedenheit, Depression und Süchte verschiedenster Art.
Gefühle sind Energie. Wenn wir Gefühle verdrängen oder ablehnen, stauen sie sich in unserem Körper und unserer Seele und belasten und blockieren uns, machen uns sogar irgendwann krank. Körperlich und/oder seelisch. Es ist wichtig zu lernen, sich für Gefühle zu öffnen, sie anzunehmen, zu benennen, auszudrücken und so die Energie wieder zum Fliessen zu bringen, zu transformieren. Dadurch fühlen wir uns wieder lebendiger und sind in er Lage, das Leben zu geniessen und uns mit uns selbst und anderen Menschen verbunden zu fühlen.
Gefühle werden meist ausgelöst durch unsere Gedanken. Es ist in den seltensten Fällen die Situation, die das Gefühl auslöst, sondern das was wir über diesen Umstand denken, wie wir ihn beurteilen. Wenn wir Gefühle verändern möchten, müssen wir uns bewusst werden, welcher Gedanke, welche Überzeugung darunter verborgen liegt und bereit sein, diese zu hinterfragen und allenfalls zu korrigieren. 
Handlung
Wenn wir unser Leben aktiv gestalten wollen, ist Handlung notwendig. Manchmal geschieht Handlung unbewusst, gesteuert durch unbewusste Gedanken und Gefühle. Manchmal geschieht Handlung aufgrund einer bewussten Entscheidung. Aber bewussten Entscheidungen liegen nicht immer bewusste Gedanken und Gefühle zu grunde... auch hier können unbewusste Überzeugungen, Werte und Urteile am Werk sein. Und häufig handeln wir gar nicht, weil wir blockiert sind, sei es durch unsere Gedanken oder aber unsere Gefühle.
Wenn wir uns in einem Lebensbereich ein anderes Resultat wünschen, müssen wir uns anders verhalten als wir das bisher getan haben, das leuchtet vermutlich jedem ein. Dazu müssen wir entweder zuerst unsere Gedanken und Überzeugungen überprüfen oder wir probieren ein neues Verhalten aus, was uns eine neue Erfahrung beschert aufgrund derer wir unsere Überzeugung oder unsere Bewertungen verändern.
Gedanken, Gefühle und Handlung wirken wechselseitig und beeinflussen sich gegenseitig. Ursache - Wirkung.
Das Sprichwort von Albert Einstein trifft es recht genau:
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Dasselbe gilt natürlich sinngemäss auch fürs Denken, nicht nur fürs Tun.

Jeannette Patrik - Coach

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