Suche
  • patrikje

Ein gibt nur ein einziges Problem auf dieser Welt...


Diese Aussage wird in vielen von uns mächtigen Protest auslösen! Die Welt scheint so kompliziert. So viele Konflikte, so viele verschiedene Ebenen. Beziehungen, Krankheit, Verletzung, Verlust und Schmerz. Krieg, Gefahr, Bedrohung überall.

Und was tun wir angesichts dieser Bedrohungen? Wir versuchen uns zu schützen, wir kämpfen, verteidigen uns und greifen an. Wir steigen ein in diesen Krieg. Innerlich und äusserlich. Wir verurteilen - uns selbst und andere. Wir greifen an - uns selbst und andere. Wohin man schaut. Ich übertreibe? Schau genau hin!


Der Kurs sagt mir, es gibt nur ein Problem. Und daher braucht es nur eine Lösung. Die ERLÖSUNG. Wie schön, wenn es so einfach wäre. Ist es. Eigentlich. Aber es ist auch unglaublich schwer.


Wenn ich «meine Probleme» genauer betrachte, und davon gab und gibt es einige in meinem 53jährigen diesigen Erdendaseins, dann scheinen die Probleme mannigfaltig und schier unlösbar. Ich könnte mich stundenlang in meinen schmerzhaften Geschichten verlieren und dabei fühle ich mich immer schwächer und trauriger. Was für ein armer Tropf ich bin. Ein Opfer dieser Welt.


Bei genauerer Betrachtung hat der Kurs recht. Es gibt nur ein einziges Problem. Alles ist darauf zurückzuführen. Und alles wäre gelöst, wenn ich die Wahrheit ERKENNEN würde.


Kommst du drauf?


Das Problem ist: Trennung.


Anders gesagt: ICH WEISS NICHT, WER ICH WIRKLICH BIN!


Ich habe keinen Schimmer, WER oder WAS ich wirklich BIN!


Mein Leben lang sagte mir mein Ego, was ich bin und nicht bin. Was ich kann und nicht kann. Und da DU (mein Vater, Bruder, Mutter, Schwester, Freundin, Lehrer.. usw. ) es ja auch nicht weißt, haben wir ein gemeinsames Problem. Aber es bleibt das ein- und dasselbe Problem. Ich weiss nicht, wer ich bin. Und du lehrtest mich auch nie, wer ich bin. Weil du es selber nicht weißt. So kreieren wir beide, wir alle, haufenweise Probleme, Angriff, Verurteilung, Abwertung, Schmerz und Krankheit.


Wenn ich an all die Situationen denke, die mich tief traumatisiert haben, dann gab es schlussendlich nur eine Falle: ich wusste nicht, wer ich war. Weil wenn ich es gewusst hätte, wäre es mir nicht passiert. Es hätte mich nicht verletzen können. Es hätte keine Narben in mich hinein schneiden können. Es hätte mich nicht aussaugen und mir alle Kraft nehmen können. Ich hätte anders gedacht. Ich hätte anders gefühlt. Und ich hätte vollkommen anders gehandelt!


Ich fange an, es zu erahnen. Ich weiss, es stimmt. Ich fühle es ganz tief in mir drin. Eine wirkliche Vorstellung, wie es sein könnte, wenn ich wirklich wüsste, wer ich in Wahrheit bin, habe ich noch nicht. Ich bin mir des wahren Lichtes, der Kraft, der Liebe, des Friedens noch nicht bewusst. Aber langsam spüre ich, dass da eine Kraft in mir ist, die ich bisher nicht so gespürt habe. Mein ganzes Leben empfand ich alles als anstrengend, mich selbst erlebte ich oft als erschöpft und kraftlos. Aber da war und ist diese Kraft in mir, die mich immer wieder aufstehen lässt. Die mir neue Ideen und Visionen zuschickt, die mich anspornen, nicht aufzugeben. Da ist noch viel zu viel Liebe in meinem Herzen, um aufzugeben. Und der Wunsch zu erleben, wie es sein könnte, mein wahres, göttliches Potenzial zu entdecken und zu entfalten. Aber ich habe auch Angst vor diesem Wunsch, Angst, einer Möhre hinterher zu jagen, die für mich unerreichbar sein könnte.


Ich fange langsam an zu verstehen, zu erkennen. Aber welche Energie, welche Kraft würde mir zur Verfügung stehen, um ein Leben in Fülle, Freude und Friede zu erschaffen, statt ein Leben voller Trauer, Schmerz und Kampf, davon das wirklich zu erkennen und zu erfahren, davon bin ich noch ein Stück entfernt. Gefühlt ein grosses Stück. Aber der Kurs lehrt uns auch, Wunder brauchen keine Zeit. Es kann passieren, dass die ERKENNTNIS, DAS ERWACHEN, DIE ERLEUCHTUNG in diesem Augenblick mein Bewusstsein erreicht.


Das Ego versucht natürlich sofort wieder das zu erzwingen. Noch mehr meditieren, noch mehr in mich hineinhorchen. Es lockt mich bereits wieder in die Falle des TUNS, der Anhaftung.


Das Einzige was ich wirklich am Besten tun kann, ist Loslassen. Ich stehe Tag für Tag auf der Matte, setze mich auf meinen Meditationsstuhl, lese den Kurs, mache die Übungen.. Reflektiere. Lausche in mich hinein. Für ein paar Minuten, so lange es eben gerade geht, bis mich das Ego wieder ablenkt. Ich kann es nicht erzwingen! Aber auch hier: Übung macht den Meister! Die Erkenntnis kommt, wann sie kommt. Jetzt. Ein bisschen. Immer mehr. Immer wieder ein kleines Stückchen. Wann immer der richtige Zeitpunkt ist... es gibt auch Menschen, die haben die Erleuchtung, die Erkenntnis in einem einzigen Augenblick erfahren. Und verlieren sie nicht mehr. Ich beneide diese Menschen. Das war jetzt wieder mein Ego.


Es gilt wachsam zu sein. Das Ego versucht mich immer wieder auszutricksen. Ins Aussen zu ziehen. Auf andere zu blicken und zu vergleichen. Und zu verurteilen. Meistens mich selbst. Es zeigt mir x-verschiedene Heilwege auf. Tue dies, tue das, dann geht es dir besser. Ich bin oft darauf hereingefallen. Das Ergebnis waren Frustration und enttäuschte Hoffnung.


Es gibt nur einen Weg. Den Weg nach Innen. Den Weg zur Erkenntnis, wer ich wirklich bin. Dort liegt alle Kraft. Alle Liebe. Aller Frieden. Alles Licht. Die Erlösung ist uns sicher. Uns allen. Das ist die Botschaft von Jesus Christus. Er lebt. In diesem Augenblick lehrt er mich. Wann ich immer ich seine Botschaft brauche, sie ist da. Sein Geist ist da. Ich und der Vater sind EINS. Das gilt für mich, für dich, für deinen Freund und deinen Feind.


Ich fange an zu erahnen, wie mein Leben aussehen KÖNNTE, wenn ich verstehen und verinnerlichen würde, wer ich wirklich bin. Wozu ich fähig wäre. Davon habe ich noch keine Ahnung. Aber der Kurs sagt uns: das Ziel ist uns sicher. Wir können nicht scheitern. Auch wenn es sich für uns noch nicht so anfühlt. Gott denkt in grösseren Sphären. Es gibt kein Raum und keine Zeit. Wir alle kehren zurück zum Bewusstsein unserer wahren Identität. Denn in Wahrheit sind wir nie getrennt. Denn unsere Leben sind nichts anderes als die Reisen unseres Bewusstseins.


Wir kommen in dieses Leben mit dem Schleier des Vergessens. Unsere Augen und Ohren sind verdeckt. Wir halten das Geplapper unseres Verstandes, die Bilder und Töne, die unsere Augen und Ohren produzieren als die Wirklichkeit. Das sind sie nicht!


Darum ist es so wichtig, die Augen zu schliessen. Die Ohren zu schliessen vor dem Lärm dieser Welt und nach Innen zu gehen. Die leise Stimme zu hören, die uns die Wahrheit zuflüstert, die uns nach Hause holt.


Was wird noch alles möglich sein, wenn ich erkenne, wer ich bin. Und dann erkenne ich auch DICH. Dann kann es keinen Kampf und keinen Unfrieden und Schmerz mehr geben. Wenn ich erlöst bin, bist DU es auch.


Es gibt keinen anderen Wunsch mehr als diesen: ich will erkennen und dann auch erfahren, wer ich wirklich bin. Ich will es FÜHLEN in all meinen Zellen. Es löst all meine Ängste auf. Ich WILL den wahren Frieden! Die wahrhaftige Freude. Ich will wissen, wie es ist, das Licht der Welt zu sein. Das ist unsere Verheissung. Unser Erbe als Kinder Gottes.


Es gibt nur 1 Problem in dieser Welt:


Wir wissen (noch) nicht, WER WIR SIND.






63 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Das Licht der Welt