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  • patrikje

Wer bin ich? Wer bist du? Wer oder was ist Gott?

Es schmerzt mich im Herzen, dass so viele Menschen Gott noch nicht kennengelernt haben. Er/Sie ist nicht, was wir denken. Sie haben ein veraltetes Bild, dass uns teilweise von unseren alten, heiligen Schriften und vielen selbsternannten Lehrern falsch überliefert wurde.


Gott ist kein Mensch und hat absolut keine menschlichen Züge! Er ist nicht der alte Mann, der auf einer Wolke sitzt und völlig willkürlich entscheidet. Er richtet nicht und verurteilt und bestraft schon gar nicht! Das kann er gar nicht. Aber das verstehen wir noch nicht, weil wir dieses alte, falsche Bild noch in uns tragen. Wir können immer nur das sehen, was in unserem Geiste ist. Und solange unser Geist getrennt von der Wahrheit, getrennt von Gott ist, können wir IHN auch nicht sehen. Wir haben auch keine Sprache dafür. Wir haben nur die Pronomen ER, Sie oder ES. Und nichts davon wird Gott gerecht. Und so projizieren wir das, was wir als richtig beurteilen, sehen und denken auf Gott.


Aber das hat NICHTS damit zu tun, wer oder was Gott ist. Es fällt mir auch immer noch schwer, dieses Wort auszusprechen, weil so viele falsche Vorstellungen und Eigenschaften daran haften. Und weil es impliziert, dass es eine Person ist, etwas ausserhalb und getrennt von uns.


Da wir selbst keine Ahnung haben, wer wir wirklich sind, haben wir erst recht keine Ahnung, wer oder was Gott ist. Ich weiss, dass immer mehr Menschen auf dem Weg sind, zurück zu Gott zu gehen, ihn in sich selbst zu erfahren und seine Wahrheit beginnen zu verkünden, zu leben und auch im Aussen zu erfahren. Jeder der schon einmal Gott in seiner ganzen Liebe und Schönheit erfahren hat, ist erfüllt von Freude, Glückseligkeit und tiefer Dankbarkeit. Es lässt sich in Worten nicht im Ansatz ausdrücken.


Gott ist reines Bewusstsein, reine Energie.

Gott ist reine, bedingungslose Liebe.

Gott ist Licht.

Gott ist Frieden.

Gott ist Freude.

Gott ist Dankbarkeit.

Gott ist die Quelle an Energie, an Licht und Liebe, die niemals versiegt.

Gott IST und wird immer sein.


Und wenn du Gott erfahren willst, gibt es nur eines: den heiligen Augenblick. Nur dort ist Gott erfahrbar. Im Hier und Jetzt. Deshalb ist Meditation so wichtig. Viele Menschen nehmen ihn in der Natur am Stärksten wahr. Oder in der Musik. Einfach dort, wo alles im Aussen angehalten ist und man im heiligen Augenblick verweilt.


Die Gedanken beschäftigen dich ständig in der Vergangenheit oder Zukunft. Und sobald du dort gefangen bist, bist du nicht präsent im Hier und Jetzt und kannst Gott nicht wahrnehmen.


Gerade ist Krieg in der Ukraine. Es werden uns Bilder gezeigt von Zerstörung, brutalem Mord und unsäglichem Leid. Und gerade fragen so viele Menschen: wie kann Gott das zulassen? Wie konnte er den Genozid an den Juden im 2. Weltkrieg zulassen? Wie kann er zulassen, dass weltweit noch immer täglich Millionen Menschen und Kinder an Hunger und Krankheit sterben?


Wenn wir auf die Welt schauen, dann ist sie grausam und ungerecht. Man könnte daran verzweifeln. Auch der eigene Schmerz ist manchmal kaum auszuhalten. Wo ist Gott? Warum tut ER/Sie/Es nichts dagegen?


Ich kann diese Fragen verstehen. Ich sehe das Leid und die Verzweiflung im Herzen der Fragenden, der Leidenden. Ich kennen diesen Schmerz selber so gut. So viel Schmerz, Trauer, Kampf, Erschöpfung und Verzweiflung habe ich schon erlebt.


Und wir fragen dies, weil wir die Wahrheit nicht verstehen. Weil wir nicht wissen, wer wir sind und darum auch nicht wissen, wer oder was Gott ist. Oder umgekehrt. Wie kennen Gott nicht und verstehen darum nicht, wer wir selber sind.


Wir kommen in diese Welt und haben vergessen. Wir haben vergessen, wo wir hergekommen sind und wo wir auch nach unserem Tod wieder hingehen. Wir können uns nicht daran erinnern, welch wunderschöner Geist, welch kraftvolle, lichtvolle Seele wir in Wahrheit sind.


Wir kommen in diese Welt wie in eine Theaterstück. Wir übernehmen eine Rolle, ziehen uns die Kleider aus der Requisite an und nehmen unseren Platz in diesem Stück ein. Richtig gut spielen können wir es erst, wenn wir vergessen, wer wir sind und vollkommen in die zu spielende Rolle eintauchen. Und das tun wir. Wir vergessen vollkommen und erinnern uns nicht einmal mehr daran, dass wir gar nicht diese Rolle sind. Dass es nur eine Rolle ist. Wir identifizieren uns vollkommen mit dem was wir da spielen, mit dieser falschen Identität, diesem Körper, der nur durch unser Gehirn erschaffen ist. Unser Gehirn schafft es nicht, im Hier und Jetzt zu bleiben, die Zeit anzuhalten. Es ist ständig damit beschäftigt, Reize zu verarbeiten und Bilder und Gefühle zu produzieren, die es uns dann als Wirklichkeit, als Realität verkauft. Aber es ist nicht die Wahrheit. Was wir denken und fühlen ist meistens nur eine Projektion unserer falschen Gedanken und Gefühle. Und trotzdem erleben wir es als sehr real. Das ist Teil des Spiels! Wir sind voll drin. Und wir haben das einst gewählt! WIR haben uns dieses Spiel ausgedacht. Wir haben die Rollen festgelegt, miteinander vereinbart, wer welchen Part übernimmt. Wir haben "Seelenverträge" miteinander geschlossen. Auch das haben wir vergessen.


Und weil wir nicht mehr mit dem verbunden sind, was wir wirklich sind - mit der Liebe, dem Licht, der unendlichen Fülle, mit der Sicherheit und Geborgenheit des ALL-SEINS, fühlen wir uns plötzlich sehr allein. Sehr bald schon nach unserer Geburt fangen wir an, uns getrennt von allem was da ist, wahrzunehmen. Dort fängt der Schmerz bereits an. Trennung von der Mutter, die uns bis dahin - im besten Fall - noch Geborgenheit und Sicherheit vermittelt hatte. Mehr und mehr trennen wir uns, fangen an, eine Identität zu entwickeln, die getrennt ist von allem anderen. Das MUSS Schmerz und Leid zur Folge haben. JEDER Mensch kennt die Gefühle der Einsamkeit. Dadurch entsteht ein Gefühl des Mangels. Mangel an Sicherheit und Geborgenheit. Mangel an Liebe, Zuwendung. Plötzlich wird man be- und verurteilt. Es wird an einem herumgezogen, er-zogen, damit man in irgend ein Schema passt. Man ist nicht mehr richtig, so wie man ist. Da fängt der Spiessrutenlauf an. Wettbewerb, Kampf, Krieg. Dieser startet in uns selbst. Und wir tragen ihn ins Aussen.


Was wir in der Welt sehen, ist nichts anderes, als unsere eigenen Gedanken und Gefühle. Wir haben das alle zusammen erschaffen, durch unser Bild von uns Selbst und der Welt, aus unseren Gefühle des Mangels und der Trennung heraus.


Warum tut Gott nichts dagegen?


Er tut sehr viel dagegen! Ständig, laufend, ohne Unterlass, in jedem von uns. Er ist da. In uns. Da ist dieser Raum, der Kurs in Wundern nennt ihn den heiligen Raum. Dort wo die Zeit völlig stillsteht. Dort wo keine Gedanken uns im Vergangenen festhalten oder uns Bilder der Zukunft zuwerfen. Dort ist Gott und wartet auf uns. Präsenz ist nur dort spürbar. Seine Worte sind nur dort vernehmbar, in unserem Herzen, unserem Gefühl. Gott kommuniziert ganz anders, als wir es als Menschen gewohnt sind. Er spricht auf seine Weise laufend zu uns. Aber was nützt die schönste Botschaft, wenn wir nicht hinhören? Wenn wir nicht bereit sind, an diesen Ort in uns zu gehen, damit wir hören und fühlen können, was Gott uns zu sagen und zu geben hat? Die schönste Botschaft bewirkt nichts, wenn man sie nicht hört!


Ich gehe jeden Morgen dahin um zu hören, zu fühlen, zu erkennen. Manchmal werde ich von meinem Ego wieder ins Aussen gezogen. Er hat pläne für mich und lockt mich mit irgendwelchen "Versprechungen". Dann vernachlässige ich meine Meditationen. Dann falle ich wieder raus, aus dieser EInheit, verlieren mich in der Welt der Ablenkung, des Truges. Dann wird es mir wieder bewusst und ich kehre zurück, weil ich unterdessen weiss, WO ich finde, was ich eigentlich suche.


Und wenn ich diesen Ort erreicht habe und spüre, höre, Wahr-nehme, also die Wahrheit erkenne, dann durchströmt mich ein unvergleichliches Gefühl der Liebe, der Freude, der Glückseligkeit, der Dankbarkeit und des Friedens. Dort gibt es nichts mehr zu erreichen oder zu wollen. Es ist alles perfekt! ICH bin perfekt. Das ist es, was wir eigentlich alle suchen, wonach wir uns so sehr sehnen. Weil ein Teil ins uns, unsere Seele kann sich sehr wohl noch daran erinnern, wer wir sind, wo wir herkommen.


Der Urgrund. Das riesige Feld der EINHEIT, der Liebe, des reinen Bewusstseins. Das ist Gott. Wir sind aus Gott. Er/Sie/ES ist unser Schöpfer und wir können nichts anderes sein als Er. Oder Es. Das Leben. Die Liebe. Die wortlose, unbegrenzte Vollkommenheit. Dort gibt es nichts wegzunehmen oder dazuzutun. Es ist die vollkommene Seligkeit. Und tief in uns sehnen wir uns so sehr nach dieser Verbundenheit!


Und das alles ist noch da! In uns. Jederzeit. Wir müssen nur dahin, in uns. Es suchen. Dann werden wir es finden. Das sagte uns auch unser Bruder Jesus. Der wusste davon. Er war 40 Tage in der Wüste um Gott zu suchen, in sich, ohne Ablenkung. Er liess sich vom Ego versuchen und widerstand. Er kannte diesen Ort gut. Er hat sich erinnert, wer er ist, und wer Gott ist. Und er will uns so sehr helfen, es ebenfalls zu verstehen, es zu suchen und auch zu finden.


In meinem letzten Blogbeitrag habe ich geschrieben: es gibt nur ein Problem auf dieser Welt. Nämlich dass wir uns nicht erinnern, wer wir sind.


Wenn wir wüssten, wer wir sind, was Gott ist, gäbe es keinen Grund, irgendetwas oder jemanden zu verurteilen. Auch nicht uns selbst. Es gäbe keinen Mangel, weil uns bewusst wäre, dass alles jederzeit da ist. Wir würden verstehen, dass wir nicht kämpfen müssen, nichts an uns ziehen aus Angst, es wieder zu verlieren. Wenn wir die Wahrheit erkennen würden, wären wir einfach glücklich. Jeder von uns. Und würden wir sie ins Aussen projizieren, dies im Aussen erschaffen. Wir würden eine Welt erschaffen, in der es JEDER Seele einfach nur gut geht. Es gäbe keine Verurteilung, keinen Unfrieden, keinen Kampf, keine Gier, keinen Missbrauch. Im Aussen ist es immer so wie im Innen. Das Aussen ist IMMER ein Spiegel, eine Abbildung unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen.


Nicht Gott ist verantwortlich für das, was wir in der Welt sehen, sondern WIR. Wir alle. Und er ist da. In allem. Überall. Weil er in dir ist und in mir und all unseren Brüder und Schwestern. In jeder Pflanze, jedem Stein, jedem Tier, jedem Baum. ÜBERALL. Denn es gibt ABSOLUT NICHTS, dass getrennt von Gott oder uns selbst existieren kann.


Aber unser total beschränkte Verstand kann und will das nicht verstehen. Unser Verstand verurteil, trennt, zweifelt, kämpft. Und auch die scheinbar bösen, gierigen, einsamen, leidenden Menschen da draussen können sich einfach noch nicht erinnern, wer sie sind.


Das höchste Gut, dass Gott uns mit auf den Weg in dieses Leben gegeben hat, ist der freie Wille. Erst wenn wir verstehen, was sein Wille für uns ist, dass sein Wille uns vollkommenes Glück bescheren würde und unseren Willen mit dem Seinen übereinstimmen, dann können wir den Weg der Liebe, des Frieden, der Freude gehen.


Der Preis für Glück ist das Aufgeben unseres eigenen, beschränkten, menschlichen Willens. Denn dieser verursacht Chaos, Leid und Schmerz. Wenn wir das verstehen, können wir loslassen. All unsere verrückten Pläne, die uns NIEMALS das Glück schenken können, das Gott uns schenken möchte. Wir haben keinen blassen Schimmer vom vollkommenen Glück, das ALLES beinhaltet, wonach wir uns im Grunde unseres Herzens sehnen. Freude, Fülle, Friede, Freiheit. Absolut. All dies ist möglich. Für jeden von uns. Wir nehmen niemandem etwas weg, wenn wir das für uns beanspruchen, im Gegenteil. Jeder von uns, der sich daran erinnert, erlöst damit auch seine Brüder und Schwestern.


Das Glück im Aussen zu suchen ist absolut sinnlos und vergeudete Zeit. Jede Hoffnung darauf wird immer wieder ent-täuscht und frustriert. Und doch hören wir nicht damit auf, es immer wieder zu versuchen. Bis wir verstehen, dass wir am falschen Ort gesucht haben. Es ist Teil der menschlichen Erfahrung. Von uns so gewollt. Aber Gott ist da und flüstert uns zu. Er ruft uns nach Hause. Ständig, immerzu. Hörst du hin? Oder bist du im Aussen so beschäftigt, dass du keine Zeit hast für dass, was Gott dir zu bringen wünscht? Für Friede, Freude, Glückseligkeit? Das was immer währt in alle Ewigkeit, egal, was rundherum gerade geschieht?


Deine Wahl! Deine Wahl! Deine Wahl!


Du bist Schöpfer deiner Welt. Was willst du wirklich? Wo suchst du es?


Für mich persönlich gibt es nichts Wichtigeres mehr als innerer Friede, Freude, eine übersprudelndes Gefühl von Glückseligkeit, Dankbarkeit. Ich habe es bisher nicht im Aussen gefunden. Nicht nachhaltig. Und ich habe entschieden, glücklich zu SEIN. Ja, wirklich glücklich. Unfassbar glücklich. Vollkommen glücklich. Der glücklichste Mensch der Welt. Und wenn ich das kann, wenn Gott das für mich vorgesehen hat, so hat er das auch für dich. Das ist die Erlösung! Und ich sehe DICH, weil ich mich selbst erkenne. Ich sehe Gott, die Schönheit in allem und jedem. Es gibt nichts, dass getrennt von mir existiert. Da will ich hin. Dieses Gefühl will ich in mir tragen, so oft es geht. Und ich will es an DICH weitergeben. Noch verschwindet es meist wieder, wenn ich meine Augen öffne und wieder die Bilder sehen, die mir mein verrückter Verstand zeigt. Aber auch das ist eine Frage des Willens und der Übung. ICH WILL SEHEN. Ich will die Wahrheit sehen. Ich will vollkommenen Frieden. Den hat nur Gott mir zu bieten.


Ich lasse los. All meine Pläne, meine Vorstellungen, meine Vergangenheit und meine noch nicht existierende Zukunft. Ich gebe alles in die Hände Gottes, um zu erfahren, was vollkommenes Glück bedeutet und es zu erleben.


Und ich sehe, dass viele Menschen auf diesem Weg sind. Das macht mich glücklich. Wir erschaffen eine neue Welt! Das bedeutet aber auch, dass vieles Alte nun zerbricht... es bricht weg, wird zerstört. Das mag vielen von Angst machen. Aber wenn man weiss, dass dann neues, wundervolles entstehen wird, können wir damit vielleicht besser umgehen, ruhiger bleiben, beobachten und in der Liebe des Herzens diesen Prozess begleiten.


DEIN REICH komme, DEIN WILLE geschehe.

Amen.





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